ECO-Affäre: Anzeige ist bei Staatsanwaltschaft in Bearbeitung

Die Akten um Kerbler und Scheck füllen sich

Die Akten der Staatsanwaltschaft um Kerbler und Scheck füllen sich

Mit meinem geplanten Buch über die Wiener Zocker bin ich bereits hoffnungslos im Rückstand. Eigentlich sollte es bereits im Frühjahr 2013 erscheinen aber dann hat, wie so oft im Leben, die Realität die Planung überholt. Angesichts der aktuellen Ereignisse, der vielen Strafverfahren und der gerichtlichen Aufarbeitung musste und muss ich das gesamte Buch laufend überarbeiten. Die letzten für mich relevanten Ereignisse waren einerseits die Zulassung der Anklage gegen Friedrich Scheck im Strafverfahren Yline durch das OLG (siehe Artikel bei Akte Yline) und andererseits eine gegen Kerbler und Scheck eingebrachte Anzeige (siehe meinen Beitrag hier). Ich hoffe, dass dieser vor dem staunenden Publikum medial aufgeführte Wirtschaftskrimi auch mein Buch mit spannenden Momenten anreichern und damit die Verzögerung rechtfertigen wird.

In den letzten Tagen haben meine Anwälte ausführlich recherchiert, um herzufinden, wer in welcher Konstellation die Anzeige eingebracht hat und ob diese von der Staatsanwaltschaft bearbeitet wird. Meine Befürchtung war, dass man, typisch österreichisch, die Anzeige zunächst einmal ein paar Monate oder Jahre abliegen lässt bis sich diese dann von selbst erledigt. Ich darf vermelden, dass das scheinbar nicht der Fall ist und die Leute von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ein neues Arbeitsverständnis haben! Und erfreulicherweise sind die Anzeiger aktiv dabei, sicherzustellen, dass die Staatsanwaltschaft sich damit beschäftigt.

Eingebracht hat die Anzeige gegen Günter Kerbler und Friedrich Scheck eine Gruppe von Aktionären, die mit Unterstützung eines renommierten und aus diversen Strafverfahren bekannten Sachverständigen die Sachlage akribisch sowie höchst professionell aufgearbeitet hat. Da sind erfreulicherweise Profis am Werk! In der Anzeige selbst geht es um Ankauf der Managementgesellschaften um 216 Millionen Euro (siehe meinen Bericht hier) aber auch um den Vorwurf der Aktienmanipulation. Ich durfte erfahren, dass bereits 2010 der Kleinaktionärsschützer Wilhelm Rasinger und sein Verein Interessenverband für Anleger die Conwert klagen wollte aber diese durch juristische Tricks die Klage verhindern konnte. Details zu dieser Sache wurden mir übermittelt und finden sich in meinem Buch.

Bearbeitet wird die Anzeige in der Staatsanwaltschaft von Volkert Sackmann. Das ist jener Staatsanwalt, der auch die Immofinanz bearbeitet. In dieser Cause hat er über seine Anklage eine (noch nicht rechtskräftige) Verurteilung für Petrikovics und Co erreicht. Sackmann kennt sich daher mit möglichen Malversationen in Immobilienunternehmen bestens aus. Das sind gute Nachrichten für uns Aktionäre und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzeige eine Aktenzahl bekommt und Ermittlungen aufgenommen werden.

Ich meine, vor dem Hintergrund, dass Friedrich Scheck in Sachen Yline vom OLG soeben bestätigt wurde, dass dort die Suppe wegen Insiderhandel und Betrug im Zusammenhang mit seinen Aktientransaktionen so dick ist, dass die Anklage gerechtfertigt ist, wäre auch eine Ermittlung in Sachen ECO Business Immobilien AG und conwert Immobilien SE mehr als angebracht. Hier liegt meines Erachtens ein klar erkennbares Verhaltensmuster zur Schädigung von Aktionären vor. Ich bin diesbezüglich guter Dinge!

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