Ronald Frankl ist seit 2007 eingetragener Rechtsanwalt und hat 2023 seine eigene Kanzlei gegründet die an der Adresse Seilerstätte 17 in der Wiener Innenstadt sitzt. Auf der Webseite sagt er, dass er sich unter anderem auf Blockchain und Kryptowährungen spezialisiert hat. Das erklärt, warum er für die REAL-TOK Leute rund um Thomas Wagenhofer und Peter Kilian tätig ist. Die haben derzeit ihr €1,2 Milliarden Token-Projekt am Laufen.
Hier unsere Berichte über das REAL-TOK Projekt lesen.
Wir haben über unser Netzwerk erfahren, dass sich Ronald Frankl (LinkedIn) im Namen seiner Klienten über einen Review des REAL-TOK Projektes beschwert hat. Die Financial Intelligence Plattform FinTelegram hat REAL-TOK in ihrem Review mit einem „Black Compliance“ Rating versehen und warnt potenzielle Investoren. Offenbar hat sich Frankl darüber beschwert, dass FinTelegram den REAL-TOK als Security Token qualifiziert hat. Das kann man zumindest derzeit auf FinTelegram lesen. Sollte diese Einschätzung stimmen, dann kämen wohl Probleme auf die REAL-TOK Emittenten zu.
Ein Security Token ist rechtlich gesehen ein Wertpapier wie eine Aktie. Für das Anbieten eines Security Tokens in der breiten Öffentlichkeit (Public Offering) würde der Emittent einen Wertpapierprospekt benötigen der von der FMA genehmigt werden müsste. Da es keinen Prospekt gibt, war dann die Emission des REAL-TOK schlicht illegal.
Offiziell wird der REAL-TOK über die REAL-TOK LLC emittiert. Diese Firma ist in Georgien (der Heimat von Stalin) registriert und hat angeblich auch ein Büro in Dubai. Damit ist das zumindest bei einer oberflächlichen Betrachtung kein österreichisches Projekt. Der tatsächliche Emittent ist aber die REALTO Immobilien GmbH mit Sitz in der Akademiestraße 2/10. Die wirtschaftlichen Eigentümer dieser Firma sind neben dem aktuellen Geschäftsführer Lukas Koch-Hochmuth die eigentlichen Masterminds Peter Kilian und Thomas Wagenhofer über die REALTO Investment Kft in Ungarn.
Den REAL-TOK Investoren wird in Presseartikeln und auf der Webseite versprochen, dass sich der Wert des Tokens bis Ende 2024 schon verzehnfacht. Auch passives Einkommen über Staking und die Beteiligung an den Gewinnen aus dem Immobiliengeschäft wird in Aussicht gestellt. Eine eierlegende Wollmilchsau halt. Aber Ronald Frankl sieht darin keinen Beleg dafür, den REAL-TOK als Security Token einzustufen.
Das könnte noch eine interessante Geschichte werden. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann sich die FMA in diese Diskussion einschalten wird (müssen). Sollten Sie Informationen über das REAL-TOK-Projekt haben, dann teilen Sie diese bitte mit uns über einen Kommentar oder eine Email an office@wienerzocker.com.


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